Aktuelles

Die Papierrecyclingkooperative

karatasi11-2016-2 Auf Sansibar ist seit 2011 die Verwendung von Plastiktüten verboten. Aus dem Verbot heraus entstand bei Shaha und seinem Nachbar Mwinyijuma die Idee recycelte Papiertüten herzustellen. Die Idee kam auf Grund ihres Bewusstseins für die Umwelt, aber auch um sich eine Einnahmequelle zu ermöglichen. Ohne jegliche Vorbildung in der Papierherstellung haben die beiden im Jahr 2016 mit hohem eigenen Engagement und viel Kreativität ihre ersten Versuche gestartet. Als wir 2016 vor Ort waren, konnten wir uns von Shaha's unternehmerischen Fähigkeiten überzeugen. In Mwinyijuma hat er einen äußerst handwerklich begabten Partner gefunden.

Mit Wasser, Bindemittel und geschrettertem Altpapier und der Anschaffung einer Mischmaschine auf eigene Kosten wurde ein Gemisch hergestellt, dass dann auf einem Gitter getrocknet wurde. Nach einigen Versuchen entstanden die ersten Seiten Papier. Aus den Papierseiten wurden dann Tüten gefaltet und zusammengeklebt. Das Wichtigste war die richtige Konsistenz zu finden, damit das Papier nicht zu steif ist und zerbricht. Dabei haben sie auch viel Rat von außen gesucht. So war u.a. eine Expertin aus Dar es Salaam ehrenamtlich vor Ort, um ihnen zu zeigen, wie nicht nur Papiertüten, aber auch Pappboxen und Briefumschläge angefertigt werden können. Außerdem können sie jetzt das Bindemittel rein pflanzlich u.a. aus Ananasblättern herstellen, das das Altpapier fest und stabil werden lässt. Damit sind die Produkte 100 % umweltfreundlich. Mittlerweile läuft die Papierherstellung auf Hochtouren. Sie haben sich eine neue Papierpresse gebaut, mit der die Papierproduktion schneller wird. Die Kooperative hat auch junge Leute eingestellt, um ihnen eine berufliche Perspektive zu ermöglichen.

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Der Entstehungsprozess: die Anfänge

Momentan produzieren sie vor allem für Hochzeiten. Besonders beliebt sind die personalisierten Hochzeitstüten, die den Hochzeitsgästen gefüllt mit allerlei Leckereien mit auf den Nachhauseweg gegeben werden. Um den Verkauf weiter zu steigern, haben sie einen kleinen Laden in der Nähe ihrer Wohnhäuser gebaut. Nachdem sie aus eigenen Mitteln das Fundament ihres Ladens errichtet hatten, konnten die beiden den Bau des Ladens mit Hilfe von Spenden, mit denen die fehlenden Türen und das Dach finanziert wurden, fertig stellen. Zwei kleine Räume dienen als Werkstatt, im dritten ist das Büro und ein Verkaufsraum untergebracht. Mit dem Laden konnten sich die beiden auch von der Regierung registrieren lassen und somit ihre Urheberrechte sichern. Im Zukunft wollen die beiden neben dem Verkauf im eigenen Laden die Papiertüten auch in größerer Stückzahl an Händler auf dem Markt verkaufen.

Papiertüten und andere Produkte aus recyceltem Papier können auch über uns bestellt werden!

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Fortschritte in der Papierherstellung und Beispiel einer Hochzeitstüte (3. Bild)

Ein voller Erfolg: unsere Schulpatenschaften

Wieder haben wir Unterstützer gefunden, die sich bereit erklärt haben, eine Schulpatenschaft zu übernehmen. Und so können auch Asia (Foto) und Rahma eine gute Schule besuchen und erhalten so eine gute Perspektive, sich dank guter Bildung langfristig aus der Armut zu befreien.

Wir bedanken und ganz herzlich bei all unseren Paten, mit Hilfe derer mittlerweile 9 Kinder aus armen Familien der Schulbesuch ermöglicht wird! Weitere Paten sind jederzeit willkommen - bei Interesse gerne melden!

Asia

Studierende in Not

Muhammed Nuhu ist einer von vielen Studierenden, die sich in letzter Zeit mit der Bitte um Unterstützung bei der Finanzierung ihres Studiums an uns gewandt haben. Der Hauptgrund für die vielen neuen Anfragen ist, dass viele Entwicklungshilfegelder für Sansibar eingefroren wurden, unter anderem von der EU. Damit soll die sansibarische Regierung für die letzte Wahl bestraft werden, die die Regierungspartei nach Meinung der meisten Beobachter und auch der Einwohner Sansibars mit nicht demokratischen Mitteln gewonnen hat.

Muhammed Nuhu

Leider leidet darunter vor allem die Bevölkerung, insbesondere die Ärmsten. Die Regierung hat, um die verlorengegangenen Einnahmen auszugleichen, die Steuern erhöht, wodurch die Preise extrem gestiegen sind. Und alle Stipendien für Studierende aus armen Familien (von denen es sowieso nur wenige gab) wurden mit sofortiger Wirkung gestrichen.

Die betroffenen Studenten und Studentinnen können nun die hohen Studiengebühren nicht mehr bezahlen und müssen befürchten, ihr Studium abbrechen zu müssen, teilweise kurz vor dem Abschluss. Wir würden gerne möglichst vielen Studierenden helfen, ihr Studium abzuschließen. Der Demokratie Sansibars wird bestimmt nicht geholfen, wenn die wenigen Studierenden aus ärmeren Familien ihr Studium abbrechen müssen!

 

 

Viel zu tun...

...hat die Kooperative rund um Rama, die mitten in Sansibars Altstadt selbstgemachte Pommes, Fleischspießchen und kalte Getränke verkauft. Der Straßenverkauf ist super erfolgreich und bei Einheimischen und Touristen sehr beliebt. Vor ungefähr einem Jahr hat unser Verein die Kooperative unterstützt und seitdem hat sich sehr viel getan:

Mittlerweile bietet sie 8 jungen Frauen und Männern Arbeit und Einkommen. Ein Kühlschrank, Bänke und Tische wurden angeschafft und der Grundstein für eine Filiale in einem anderen Stadtteil gelegt!

Eine wahre Erfolgsgeschichte, bei der eine einmalige Unterstützung langfristig und nachhaltig Früchte trägt.
PS: Ein echter Geheimtipp für alle Sansibarreisenden! Vergesst euren Lonely Planet und fragt stattdessen bei einem Altstadtrundgang einfach nach Rama und seinem Pommesstand!

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Hilfe für Halfan

Halfan Unser Partnerverein auf Sansibar Kilimani City unterstützt den in größter Armut lebenden Halfan (auf dem Foto mit Daudi von Kilimani City). Der am Down-Syndrom leidende Halfan bekommt keine staatliche Unterstützung und auch seine ebenfalls arme Familie kann ihn kaum unterstützen. Kilimani City versucht Halfan zumindest mit dem Lebensnötigsten (Lebensmittel, Kleidung, med. Versorgung) zu versorgen. Dank einer Patenschaft können wir seit Ende 2016 dazu beitragen, Halfan ein würdiges Leben zu ermöglichen. Ein ganz herzliches Dankeschön an Halfans Paten!

Ein Erfolgsprojekt: Frau Mtumwa's Laden

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Mtumwa lebte in großer Armut und war von ihrem Mann völlig abhängig. Gleich neben ihrem Zuhause hat sie in einem kleinen Anbau einen Laden eröffnet, der Produkte des alltägliches Bedarfs anbietet. In ihrem Stadtteil gab es bisher keinen Laden. Mit Hilfe von Startkapital konnte sie erste Ware kaufen und den Laden einrichten. Mittlerweile entwickelt sich der Laden gut und läuft ohne fremde finanzielle Unterstützung. Damit kann sie sich und ihre Kinder mit dem Nötigsten versorgen und sichert sich einen eigenen Verdienst.

30 € für einen Computerkurs für Bimkubwa

Bimkubwa stammt aus einer armen Familie auf Pemba und hat dort die 10. Klasse abgeschlossen. Gerne hätte sie noch 2 weitere Jahre die Schule besucht, um die Hochschulberechtigung zu erlangen. Dies konnte sich ihre Familie aber leider nicht leisten. Nun würde sie gerne Computerkurse besuchen. Damit hätte sie die Möglichkeit, im Anschluss entweder eine Arbeit zu suchen, oder an einer Art Fachhochschule Informatik zu studieren, was sie auch sehr gerne machen würde.

Wer möchte der jungen Frau helfen, sich ihren Traum von einer guten Bildung und einer unabhängigen Zukunft zu erfüllen? Die Computerschule, die Bimkubwa besuchen möchte, bietet 7 Module an, jeder Kurs kostet etwa 30€. Und jeder Kurs hilft Bimkubwa, denn allein Bildung und anschließend eine berufliche Existenz können ihr helfen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

Sollte Bimkubwa keine Möglichkeit finden, sich weiterzubilden und eine Arbeit zu finden, mit der sie ihr Leben selbst finanzieren kann, würde sie von ihrer Familie zur Heirat gedrängt werden, allein um zu verhindern, dass die Tochter eines Tages unversorgt dasteht. Wer Bimkubwa mit 30€ zu einem kleinen Schritt in ein selbstbestimmtes Leben verhelfen möchte, einfach hier melden oder unter "Bimkubwa" spenden an:

Hilfe für Sansibar e.V.

Sparkasse Rhein Neckar Nord

IBAN: DE55 6705 0505 0039 3674 32

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Ein Mann mit Herz!

malboro Wir suchen Unterstützung für Marlboro, der in seiner Werkstatt Rollstühle aller Art bastelt und es damit behinderten Menschen ermöglicht, mobil zu sein. Gerade auf Sansibar mit seiner gerade für Menschen mit Behinderung katastrophalen Infrastruktur ist dies ein Segen! Damit auch arme Sansibari einen Rollstuhl erhalten können, arbeitet Marlboro ehrenamtlich und kämpft deshalb mit seinem tollen Projekt ums Überleben. Wir wollen ihn gerne unterstützen und suchen Paten, die die Herstellung eines Rollstuhls finanzieren.