Medizin

Shujaa...

…heißt der Junge, den Hellen Ende Januar 2016 per Kaiserschnitt zur Welt brachte. Hellen hatte sich zuvor mit der Bitte um Unterstützung an uns gewandt, da sie und ihr Mann den von den Ärzten dringend angeratenen Kaiserschnitt nicht finanzieren konnten, obwohl sie beide berufstätig sind.

Seitdem erreichen uns regelmäßig Grüße und aktuelle Fotos. Und jedesmal freuen wir uns riesig, die glückliche kleine Familie zu sehen!

Ein erstes Bild vom kleinen Shujaa kurz nach seiner Geburt Hellen und Shujaa im Juni 2016

Shujaa kurz nach seiner Geburt (li.) und Hellen und Shujaa im Juni 2016

Akama

Seit Anfang 2014 unterstützte unser Verein Akama, eine damals 34-Jährige, die dringend eine medizinische Behandlung benötigte. Akama litt unter einer Schilddrüsenüberfunktion, wodurch sie extrem abnahm und immer schwächer wurde. Da sie und ihre Familie sich die Behandlung im Krankenhaus sowie die Medikamente nicht leisten konnten, stellte ihr Hilfe für Sansibar das dafür benötigte Geld zur Verfügung.
Nach einer medikamentösen Behandlung auf Sansibar rieten ihr die Ärzten zu einer Radiojodtherapie, da die Medikamente ihren Zustand nur vorübergehend stabilisieren, die Krankheit jedoch nicht heilen konnten und eine endgültige Heilung nur mit Hilfe einer Radiojodtherapie möglich war. Da eine solche auf Sansibar nicht erhältlich ist, reiste Akama in ein Krankenhaus in Dar es Salaam, wo nach langem Warten auf das Medikament aus Südafrika die Therapie durchgeführt werden konnte. Diese überstand Akama zunächst sehr gut. Die Ergebnisse der Nachuntersuchungen waren positiv, sodass die Hoffnung groß war, dass Akama bald geheilt ihre Zukunft würde in Angriff nehmen können. Mit ihrer Schwester plante sie, einen kleinen Laden zu eröffnen. Auch dabei wollten wir sie gerne unterstützen.
Anfang Mai 2016 jedoch erkrankte die gerade wieder hoffnungsvolle junge Frau plötzlich erneut sehr schwer und wurde mit Nierenversagen ins Krankenhaus eingeliefert. Die Ärzte konnten ihr leider nicht mehr helfen und nur wenige Tage später verstarb Akama.
Wir haben lange mit uns gerungen, ob wir dieses traurige Kapitel aus unserer noch jungen Vereinsgeschichte hier veröffentlichen sollen. Es fiel uns unendlich schwer, die richtigen Worte zu finden und wahrscheinlich sind wir daran auch gescheitert. Aber nachdem auf unserer Homepage lange Zeit ein Text über Akama stand - einer mit einem hoffnungsvollen Ende - wollten und konnten wir sie nicht einfach „verschwinden lassen“.
Und deshalb bleibt dieser traurige Text, der uns immer an Akama erinnern wird.

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Akama (2. von re.) mit unserem Projektbetreuer Shaha sowie ihren Schwestern