Über uns

Hilfe für Sansibar ist ein eingetragener, gemeinnütziger Verein, der Menschen auf Sansibar, die Hilfe benötigen und diese vor Ort nicht bekommen können, unterstützt.
Konkret fördert der Verein zwei verschiedene Personenkreise. Zum einen Menschen, die infolge ihres körperlichen, geistigen oder seelischen Zustandes der Hilfe bedürfen und denen diese Hilfe von Seiten des Staates sowie der Gesellschaft nicht gewährt wird. Dies sind zum Beispiel körperlich oder geistig behinderte, psychisch kranke oder HIV-positive Personen. Zum anderen Menschen, die in extremer Armut leben. Auf Grund der Armut sind diese Menschen sozial ausgegrenzt und ihre Wiedereingliederung in die Gesellschaft erscheint aus eigener Kraft nicht möglich.
Hilfe für Sansibar unterstützt diese Menschen durch Gesundheitsmaßnahmen, Bildungs-, Ausbildungs- und Weiterbildungshilfe sowie Hilfe bei der Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt und damit in die Gesellschaft. Darüber hinaus helfen wir in extremen Notsituationen, aus denen sich die Unterstützten nicht selbst befreien können. Ohne Unterstützung wäre die Existenz der Betroffenen gefährdet.
Bei allen Projekten arbeiten wir eng mit unseren Partnervereinen auf Sansibar zusammen. Dies sind zum einen ZAMECO und zum anderen Kilimani City. Beide Vereine verfolgen sehr ähnliche Ziele wie Hilfe für Sansibar und die Kooperationen mit ZAMECO und Kilimani City bieten uns daher die Möglichkeit, unsere Interessen auf Sansibar zu vertreten. Wir sind auf die Zusammenarbeit mit sansibarischen Partnern angewiesen, weil wir trotz regelmäßiger Besuche die meiste Zeit nicht vor Ort sein können. Unsere Helfer vor Ort sind Herr Said Shah Bakar von ZAMECO und Herr Daud Mohammed Salum von Kilimani City. Eine detaillierte Übersicht zu den Kooperationspartnern findet ihr hier. Im Jahr 2016 sind zwei weitere ehrenamtliche Projektbegleiter hinzugekommen. Herr Mussa Mbarouk und Frau Zuhura Shah Bakar. Mussa Mbarouk übernimmt die Betreuung einiger Projekte auf der kleineren Insel Pemba und Zuhura Shah Bakar unterstützt Said Shah Bakar auf Unguja (der Hauptinsel Sansibars).
Über die beiden Vereine können sich hilfsbedürftige Menschen mit der Bitte um Unterstützung an uns wenden. Der Vorstand von Hilfe für Sansibar entscheidet dann, ob die Anfragen unseren Förderungskriterien entsprechen und finanzierbar sind. Ist dies der Fall, werden die Partnervereine informiert und übernehmen dann die Projektbetreuung vor Ort. Sie koordinieren die Projekte, übergeben das Geld und kontrollieren die ordnungsgemäße Verwendung der Hilfsgelder, dokumentieren den Verlauf des Projekts und begleiten, beraten und unterstützen die Geförderten bei ihrem Vorhaben. All dies geschieht in ständiger Absprache mit dem Vorstand von Hilfe für Sansibar.
Wir begleiten die meisten Unterstützten über einen langen Zeitraum und stehen ihnen mit Rat und Tat und – wenn nötig – auch finanzieller Hilfe zur Seite. Nur so können wir sicherstellen, dass unsere Unterstützung langfristig zum Erfolg führt. Gerade bei den Bildungsprojekten, aber auch bei den Wiedereingliederungsmaßnahmen – insbesondere den Kooperativen – erscheint dies von größter Bedeutung. Natürlich ist es das Ziel des Vereins, dass die Unterstützten irgendwann finanziell unabhängig von fremder Hilfe ihren Lebensunterhalt verdienen können. Jedoch ist es selbstverständlich, dass dieses Ziel in manchen Fällen nicht innerhalb kürzester Zeit erreicht werden kann, sondern nur mit langfristiger Unterstützung. Ein unterstütztes Schulkind wird erst nach erfolgreichem Schulabschluss, ein Studierender erst nach Erhalt seines Diploms und eine Kooperative erst nach erfolgreicher Aufbauarbeit auf eigenen Beinen stehen können. Bis dieses Ziel erreicht ist, gewährleistet unser Verein die dafür benötigte finanzielle Unterstützung, damit die Hilfe den Unterstützen langfristig einen Weg aus Not und Armut bietet.
Ein weiteres Anliegen von Hilfe für Sansibar ist es, die Öffentlichkeit in Deutschland und auf Sansibar über unsere Arbeit zu informieren, um so wechselseitige Vorurteile abzubauen und das Ansehen Deutschlands auf Sansibar (und umgekehrt) zu fördern. Neben der Webseite und einer Facebook-Seite mit Informationen auf Deutsch und Kiswahili informiert der Verein die Öffentlichkeit in Deutschland zum einen über die lokalen Medien und zum anderen durch die Teilnahme an Veranstaltungen in der Rhein-Neckar-Region (z.B. Informationsstände auf öffentlichen Veranstaltungen oder Schulprojekte). Wir sind bestrebt, über die Lebenssituation auf Sansibar aufzuklären und zu zeigen, dass es auch auf Sansibar viele Menschen gibt, die sich sozial sehr stark engagieren und die versuchen, ihren Mitmenschen, die Unterstützung brauchen, zu helfen. Durch eine starke Zusammenarbeit mit sansibarischen Partnern können wir nicht nur den Sansibari helfen, die Hilfe benötigen, sondern auch denen, die selbst sozial engagiert sind. Auf Sansibar wird die Öffentlichkeit über unsere Partnervereine informiert. Insbesondere Kilimani City ist in den lokalen Medien sehr präsent und nutzt dies, um über die Arbeit von Hilfe für Sansibar zu berichten.