Unsere Projekte

Auf dieser Seite stellen wir einige unserer Projekte in aller Kürze vor.

Es ist eine bunte Mischung aus unseren Projektbereichen, aus großen und kleinen, aus neuen und alten. Sie zeigen, wie vielfältig und bunt unser Engagement ist. Das liegt vor allem daran, dass nicht wir darüber entscheiden, wie wir den Menschen helfen wollen, sondern den Menschen die Möglichkeit geben, sich mit ihren ganz eigenen Ideen, Projekten aber auch Nöten an uns zu wenden. Denn wir sind davon überzeugt, dass jeder Mensch selbst am besten entscheiden kann, was er braucht und was ihn weiterbringt auf seinem Weg.

 

Kauthar

Dank einer Patenschaft konnte Kauthar im Jahr 2021 die Schule wechseln. Die erste Klasse besuchte das Mädchen aus einem kleinen Dorf in Pemba noch die staatliche Schule, zu der sie aber einen weiten Weg zu Fuß zurücklegen musste, weil es keinen Schulbus gibt und – was natürlich noch viel schlimmer war – immer wieder von ihren Lehrern geschlagen wurde.
Jetzt besucht Kauthar eine gute private Schule, wo die Lernbedingungen viel besser sind, es einen Schulbus gibt und vor allem die Kinder respektvoll behandelt werden.
Ein herzliches Dankeschön an ihre Patin Monika, die Kauthar dieses Glück ermöglicht!

Workshops

Die von uns und unserem Partnerverein Kilimani City gegründete Kooperative Wakulima Hai bietet überall auf Sansibar kostenlos und ehrenamtlich Workshops an, in denen sie ihre Erfahrungen zu ökologischer Landwirtschaft im Rahmen einer solidarischen Kooperative weitergeben. Das hier gezeigte Foto ist in Fujoni entstanden, wo die Bewohner lernten, eine Krabbenzucht aufzubauen. Mittlerweile entstehen überall auf Sansibar Kooperativen, die Seegurken oder Krabben züchten. Und die meisten davon haben dies von Wakulima Hai gelernt und haben die neuen Kooperativen unter dem Dach von Wakulima Hai gegründet.

Shaha

Eine ganze Grundschule für Shaha!
Eine ganz besondere Patenschaft ist die für Shaha: Alle Schüler*innen der Grundschule Westheim haben im Jahr 2017 gemeinsam die Unterstützung für den Jungen übernommen, der mittlerweile die 8. Klasse besucht. Eine tolle Initiative, die wir gerne auch mit weiteren Schulen starten würden!

Frauenkooperative

Um unabhängiger zu werden und sich und ihre Kinder besser versorgen zu können, haben die Frauen aus dem Dorf Wingwi Kichangani beschlossen, eine Bananenplantage aufzubauen. Mittlerweile arbeiten fast 30 Frauen in der Kooperative und konnten ihre finanzielle Situation durch diese Arbeit deutlich verbessern. Die Kooperative integriert auch ältere, kranke Frauen sowie eine unter Albinismus leidende Frau und unterstützt diese solidarisch, obwohl sie nur bedingt auf der Plantage arbeiten können.

Shujaa

…heißt der Junge, den Hellen Ende Januar 2016 per Kaiserschnitt zur Welt brachte. Hellen hatte sich zuvor mit der Bitte um Unterstützung an uns gewandt, da sie den von den Ärzten dringend angeratenen Kaiserschnitt nicht finanzieren konnte, obwohl sie in einem Hotel arbeitet.

Seitdem erreichen uns regelmäßig Grüße und aktuelle Fotos. Und jedesmal freuen wir uns riesig, die glückliche kleine Familie zu sehen!

Amina

Amina war eine der ersten, die wir mit unserem Verein unterstützen konnten. Sie lebt mit ihrer alleinerziehenden Mutter in großer Armut. Seit August 2014 finanzierten wir ihr den Besuch einer privaten Schule in Sansibar Stadt. Nach anfänglichen Schwierigkeiten durch den Wechsel von einer staatlichen zu einer viel anspruchsvolleren, privaten Schule, lebte sie sich sehr gut ein und schloss die sechsjährige Grundschule als eine der besten ihrer Klasse im Dezember 2016 ab. Von Januar 2017 an besuchte sie die Sekundarschule und schaffte 2023 das Abitur. Seitdem studiert Amina mit großer Freude Zahnmedizin. Im Laufe der Jahre konnte der Vorstand von Hilfe für Sansibar Amina und ihre Mutter mehrmals besuchen und inzwischen ist eine sehr herzliche Beziehung entstanden. Kinder und junge Menschen über so eine lange Zeit begleiten zu dürfen und dabei zu sehen, wie sie die Chance, die eine gute Bildung ihnen bietet, mit unglaublicher Energie und Freude ergreifen, ist für uns das größte Geschenk.

 

Ein Brunnen für Fuoni

Die Bewohner des Stadtteils Fuoni mussten Tag für Tag einen weiten Weg bis zum nächstgelegenen Brunnen zurücklegen. Auf dem Rückweg beladen mit schweren Wassereimern. Und wenn das Wasser im Brunnen knapp wurde, verweigerte ihnen der Brunnenbesitzer die Nutzung komplett. Ein öffentlicher, allen zugänglicher, nahe gelegener Brunnen – das war der Traum der Bewohner Fuonis. Und mit Hilfe unseres Vereins konnten sie sich im Sommer 2015 diesen Traum verwirklichen.

Waziri

Im Juli 2014 unterstützten wir Waziri dabei,  einen Kleinhandel mit Baobabfrüchten und Tamarinden aufzubauen.  Für den ersten Einkauf auf dem Festland brauchte Waziri Startkapitel, seitdem kann er den Kleinhandel selbständig weiterführen. Der erzielte Gewinn half ihm, Schritt für Schritt der Armut zu entrinnen. Der junge Mann, der zuvor in großer Armut bei seinen Eltern wohnte, lebt inzwischen mit seiner Frau und seinen beiden Kindern im eigenen Haus. Und bei all dem Glück, das er hatte, denkt er auch an seine Mitmenschen: Aus Dankbarkeit hat er inzwischen mehr Geld zurückgespendet, als er von uns erhalten hatte! Eine große Geste, die uns großen Respekt abverlangt!

Seegurkenfarm

Die zu unserer Kooperative Wakulima Hai gehörende Farm befindet sich in Unguja Ukuu und entwickelt sich immer besser. Alle 2 Monate kann „geernetet“ werden und der Verkauf läuft inzwischen sehr gut. Die Farm ist eines der Vorzeigeprojekte unserer Kooperative und erhält sehr viel Aufmerksamkeit. Sogar ein Team der BBC war schon da, um einen Beitrag zu drehen.

Maryam

Maryam wuchs mit ihren beiden Geschwistern und ihrer alleinerziehenden Mutter in großer Armut auf. Wir unterstützten Maryam bereits in den letzten Schuljahren bis zum Abitur, das sie im Jahr 2021 bestand. Anschließend finanzierten wir ihr das Studium (Bachelor in Insurence and risk management) in Mwanza im Norden Tansanias.
Die Studienfinanzierung war ein Kraftakt für uns, da die Kosten viel höher sind als die Kosten für den Schulbesuch. Zum Glück fanden sich zusätzlich zu der „alten“ Patin weitere liebe Unterstützer, die die entstandene Lücke füllten. 
2024 konnte Maryam ihr Studium erfolgreich abschließen und fand – nach einer zermürbenden Zeit erfolgloser Bewerbungen – eine Stelle in einer Bank, mit der sie seitdem sehr glücklich ist. Nun kann Maryam sich ihre Zukunft aufbauen und darüber hinaus auch ihre Mutter und Geschwister unterstützen – genau das ist es, was wir uns als Verein erhoffen. Und Maryams Beispiel zeigt, dass es gelingen kann; auch wenn es für alle Beteiligten ein langer und oft auch beschwerlicher Weg ist.


Mzee Waziri

Die meisten unserer Projekte und Unterstützungen versuchen „Hilfe zur Selbsthilfe“ zu leisten. Aber nicht jeder Mensch ist in der Lage, sich aus eigener Kraft aus der Not zu befreien. Deshalb leisten wir neben unseren Bildungs- und Start-up-Projekten (wie zum Beispiel unseren Kooperativen) auch immer wieder Nothilfe für Menschen in akuten Notlagen, vor allem bei schweren Krankheiten. So konnten wir beispielsweise Mzee Waziri die dringend notwendige medizinische Behandlung finanzieren, die er sich ohne Hilfe nicht hätte leisten können, da er wie die meisten Sansibari keine Krankenversicherung hat. Mittlerweile geht es Waziri zum Glück wieder viel besser.
Auch für diese Nothilfe-Projekte suchen wir immer Unterstützung, obwohl sie hier meist weniger im Rampenlicht stehen…

Mbarouk

Neben unseren Schüler*innen und Studierenden unterstützen wir auch immer wieder Auszubildende, zum Beispiel Schneider*innen, Köche, Automechaniker und Elektriker. Und fast alle haben direkt nach der Ausbildung eine feste Stelle gefunden oder können als Selbstständige für ihren Lebensunterhalt sorgen. Ein Beispiel ist Mbarouk, der 2021 seine Ausbildung zum Elektriker abschließen konnte und mittlerweile bei einer großen Firma in Dar es Salaam fest angestellt ist.

Wir hatten Mbarouk bereits während seiner Schulzeit unterstützt. Nachdem sein Schulabschluss nicht dazu ausreichte, ein Studium aufzunehmen, entschied er sich für die Ausbildung zum Elektriker. Eine Entscheidung, die er nie bereut hat. Und wir sind glücklich und stolz, dass wir Mbarouk so lange auf seinem Weg begleiten durften!

Neema

Als sich Neema 2015 über unseren Partnerverein Kilimani City an uns wandte, hatte sie ihr Jura-Grundstudium bereits erfolgreich absolviert, musste ihr Studium jedoch unterbrechen, da sie sich nach dem Tod ihres Vaters um ihre Mutter und die drei jüngeren Geschwister zu kümmern. Sie suchte sich eine Stelle, um die Familie versorgen zu können. Dies machte es ihr jedoch unmöglich, ihr Studium fortzusetzen. Ohne diesen Abschluss verdiente sie sehr wenig und konnte ihre Familie nur mit Mühe ernähren. Mit unserer Unterstützung konnte sie ihr Studium wieder aufnehmen, ohne ihre Familie im Stich lassen zu müssen. Nach ihrem Abschluss 2019 fand sie sogleich eine Stelle in der Rechtsabteilung eines großen Krankenhauses. Nach einer kurzen Babypause ist sie dort wieder tätig und lebt mit ihrem Mann und ihrem Sohn Aslam sehr glücklich in Sansibar-Stadt.

Mangroven

Eindrücke vom zweiten Aktionstag unserer Kooperative Wakulima Hai. 5000 Mangroven wurden an der Küste des Stadtteils Kilimani gepflanzt. Sansibar war früher von Mangrovenwäldern umgeben, die nicht nur einen einzigartigen Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen darstellen, sondern auch die Küste nachhaltig vor Erosion und Überschwemmung schützen. Heute sind viele dieser Wälder zerstört, was Wakulima Hai Schritt für Schritt ändern möchte.

Massoud

Wir unterstützen Massoud aus dem kleinen Dorf Shumba Vyamboni auf Pemba. Nachdem er die Grundschule erfolgreich abgeschlossen hatte, wollte er natürlich die Sekundarschule besuchen. Diese war allerdings über 6 km von seinem Zuhause entfernt, und da es keinen Bus gab und seine Familie ihm kein Fahrrad kaufen konnte, musste er den weiten Weg jeden Tag zu Fuß zurücklegen. Und obwohl es eine staatliche Schule war, waren die Kosten für Schulbücher und Uniform deutlich höher als in der Grundschule, sodass auch dies die Eltern finanziell überforderte. Wir konnten Massoud helfen und ihm ein Fahrrad sowie die sonstigen Kosten für den Schulbesuch bezahlen. 2025 bestand Massoud die staatlichen Prüfungen der fünften Sekundarschul-Stufe und bekam eine Zulassung für ein Pharmazie-Studium. Gerade wenn man weiß, wie wenigen Schüler*innen es an den staatlichen Schulen gelingt, sich für ein Studium zu qualifizieren, kann man Massoud nur großen Respekt zollen für den Weg, den er bis heute gegangen ist. Wir werden ihm auf im Studium zur Seite stehen!